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Transatlantic sisters – I have a dream for a fair world for girls and women

„Hi, my name is Esra and this is my dream.“ „Yeah!“ „Hi, my name is Merve and this is my dream.“ „Gorgeous!“

So begann die transatlantische Skype-Konferenz der Schülerinnen der 9. Klassen der Salvator-Realschule in München mit den Highschoolgirls aus New Haven in Connecticut, USA. Eine dreiviertel Stunde lang unterhielten sich die transantlanic sisters über ihre Zukunftspläne, über Volljährigkeit mit 21, über ihre Heimatländer und Stundenpläne, über Twilight Zone und über ihre Träume für eine mädchengerechte Welt. Alle hätten noch Lust gehabt, weiter mit einander zu sprechen, aber die amerikanischen Mädchen wollten ihre Träume noch auf Papier bringen. Es wurden zum Abschied noch zwei Ständchen von hier nach da und umgekehrt gesungen und mit viel Winken und Bybyes und See yous die Verbindung beendet.

Eine Weiterführung des Gesprächs ist im Juli möglich, wenn Alexis Green aus New Haven München und die Salvator-Realschule besuchen wird. Die eigentlich als Abschlusspunkt des Projekts vorgesehene Skype-Konferenz wird so vielleicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft zwischen nordamerikanischen und süddeutschen Mädchen.

Der Start dieses Projekts war eine Begegnung von Katja Köhnlein an der Southern State University of Connecticut. Katja, eine ehemalige Kollegin von mira, lernte die Professorin und Direktorin des Women’s Studies Programm, Tricia Yi-Chun, bei einem Besuch der State University kennen. Tricia bietet einmal im Jahr zusammen mit Studentinnen ein Empowerment-Projekt für Mädchen der dortigen Highschools an. Beide tauschten sich über die Bedeutung der sozialpädagogischen Arbeit mit Mädchen auf den beiden Kontinenten aus und entwickelten die Idee, Mädchen in der Alten und Neuen Welt mit ihren Träumen für eine gerechte Welt in Kontakt zu bringen.

mira griff die Idee begeistert auf und konnte auch Frau Preiß als stellvertretende Schulleitung der Salvator-Realschule und zwanzig Mädchen der 9a und b davon begeistern.

Am 25. März schufen zwanzig Schülerinnen 17 Plakate, Bilder und Collagen über ihre Träume für eine mädchengerechte Welt. Naomi Lawrence, eine Münchner Künstlerin, begleitete und unterstützte die Mädchen bei der künstlerischen und gestalterischen Umsetzung ihrer Visionen. In sechs Stunden entstanden wunderbare, aussagekräftige, bunte und beeindruckende Werke, in denen männliche Gewalt und Unterdrückung angeprangert wurden, in denen die Gleichberechtigung von Mann und Frau und die Solidarität aller Frauen und in denen Frieden, Freiheit und Liebe als Grundlage für ein glückliches Leben gefordert wurden.

Damit nicht genug: Die Kamerafrau und Sozialpädagogin, Maria Rilz, drehte einen Videoclip über alle Werke, der über die website von mira abzurufen und zu genießen ist. Auch natürlich problemlos zugänglich für die Mädchen in New Haven, die „completly thrilled and overwhelmed“ vom clip waren.

Unsere Ziele, den Mädchen Reflektion und Austausch über Lebensrealitäten von Mädchen und jungen Frauen in Deutschland und in den USA zu ermöglichen, sie zu Kritikfähigkeit und zur Schärfung einer geschlechtsbewussten Weltsicht anzuregen und sie bei der kreativen Umsetzung in aussagekräftigen Plakaten zu unterstützen, sind voll erfüllt. Mit Hilfe der neuen Medien bekommen die Visionen und Träume der Mädchen nicht nur in München, sondern auch über dem großen Teich die ihnen zustehende Öffentlichkeit.

Wir von mira danken Frau Preiß für ihre Offenheit, Entschlusskraft und ihre Unterstützung, dem Jugendkulturwerk für seine finanzielle Förderung, Naomi Lawrence für ihren kreativen Blick und den Spaß, den sie in der Arbeit mit den Mädchen hatte, Maria Rilz für den kurzweiligen Videoclip, Katja Köhnlein für den Kontakt mit der Southern State University of Connecticut und natürlich den Mädchen für ihr Engagement und ihre Begeisterung und für ihre aussagekräftigen Plakate.

 

 
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